Unsere Identität


Unsere Identität gründet auf der Gewissheit, von Gott gewollt, geliebt und begleitet zu sein.
Als Tertiarschwestern des hl. Franziskus sind wir im Regulierten Dritten Orden der franziskanischen Familie beheimatet. Davon zeugt auch der Name unserer Kongregation: Tertiarschwestern von „tertiar“ (lat. „tertium“) = dritter (Orden). Franziskus und Klara von Assisi sowie Elisabeth von Thüringen wählten wir als Ordenspatrone und Ordenspatroninnen und somit als leuchtende Vorbilder.
Maria Hueber (1653–1705), die Gründerin unserer Gemeinschaft, ist uns mit ihrem Leben und Wirken eine echte Inspiration. Sie war Mitglied des franziskanischen Dritten Ordens und schloss sich mit gleichgesinnten Frauen zu einer klösterlichen Gemeinschaft zusammen. Aufgeschlossen für die Zeichen der Zeit erkannte sie in diesen den Willen Gottes. Zusammen mit ihren Gefährtinnen eröffnete sie im Jahre 1700 die erste unentgeltliche Mädchenschule des Landes. 2019 hat Papst Franziskus sie offiziell als „venerabile“, d. h. als verehrungswürdig, erklärt, was die Vorstufe zur Seligsprechung darstellt. Wir nennen sie seit über 200 Jahren „Mutter Anfängerin“. Imitation im Sinne eines blinden Nachahmens ist uns fremd. Vielmehr wollen wir ihr bleibend gültiges Vermächtnis weitertragen, indem wir ihr Charisma in unsere heutige Zeit hinein und gemäß unseren Möglichkeiten und Begabungen umsetzen und leben.
Unsere Kraftquellen
Die Kraftquellen für unser Leben sind:
– das Wort Gottes als Richtschnur und Maßstab unseres Denkens und Handelns
– die Eucharistiefeier als lebendige Verbindung mit Christus
– das gemeinsame und persönliche Gebet als Kraft und Freude für unsere täglichen Aufgaben
– das franziskanische Charisma, das wir durch einen einfachen Lebensstil in Treue und Verfügbarkeit im Alltag zu verwirklichen suchen
– das gemeinschaftliche Leben, das Stütze und Herausforderung zugleich ist
– unsere Berufung, die wir täglich in Entschiedenheit und Freude leben wollen


Die Säulen unserer Identität
– ein christliches und personales Gottesbild
– eine humanistische Weltanschauung
– ein bedingungsloses Vertrauen in das Wirken des Hl. Geistes
– ein intensives Gebetsleben
– soziales Engagement
– Studium und Auseinandersetzung mit dem Evangelium und den franziskanischen Quellen
– kritische Loyalität zur katholischen Kirche
