Alles beginnt mit der Sehnsucht.

(Nelly Sachs)

Der Weg, den jede Schwester in unsere Gemeinschaft geführt hat, ist so einmalig und unverwechselbar wie sie und ihre Persönlichkeit. Was uns alle eint, ist die Sehnsucht als Motor unserer Gott- und Sinnsuche.

Charakteristisch für den Eintritt in eine Ordensgemeinschaft und für die Eingliederung als Schwester ist die schrittweise Integration, die auch das Kirchenrecht genau regelt. In diesem beidseitigen Entscheidungsprozess wird die Interessentin intensiv begleitet. Dabei geht es nicht nur um die Frage, ob sie für das Ordensleben geeignet ist und zur Gemeinschaft passt, sondern ob sie bei uns einen Raum zur Entfaltung ihrer Persönlichkeit findet, ob ihr Gebetsleben reicher und erfüllender und ob ihr Arbeiten beseelter und tatkräftiger wird – kurzum, ob sie in unserer Kongregation Gott, Heimat und Erfüllung findet.

Mitleben

Am Beginn steht ein ungezwungenes Kennenlernen. Die Interessentin kann Kontakt mit der Gemeinschaft aufnehmen und einige Tage im Kloster mitleben, wo sie einen ersten Einblick erhält. In dieser Zeit können in der Begleitung auch erste Fragen geklärt werden.

 

Kandidatur (Postulat)

In der Kandidatur geht es um ein erstes Hineinwachsen in die Gemeinschaft. Die Gestaltung und die Dauer der Kandidatur hängen von den jeweiligen Lebensumständen der Kandidatin ab, jedoch dauert sie mindestens ein halbes Jahr.

 

Noviziat

Nach dieser ersten Einführungszeit beginnt das eigentliche Ordensleben mit der Aufnahme ins Noviziat und der damit verbundenen Einkleidung. Hier werden der Kandidatin in einer schlichten Feier das Ordenskleid und der Schleier überreicht, und sie wird als Novizin in die Gemeinschaft aufgenommen. In dieser zweijährigen Prüfphase kann sich die Schwester intensiv mit der Frage auseinandersetzen, ob dieses Leben zu ihr passt.

 

Juniorat

Nach Beendigung des Noviziats legt die Novizin die Gelübde ab, die sie jährlich erneuert. Nach 5 Jahren legt sie die ewige Profess ab.

 

Und was dann?

Mit Ablegung der ewigen Profess ist der Reifungsprozess nicht abgeschlossen. Das gesprochene Ja ist tagtäglich neu zu bekräftigen und vor allem entschieden zu leben, unscheinbar, mitten in der Gemeinschaft und meistens im unaufgeregten Alltag. Es gilt, sich immer wieder neu auf die Suche zu machen, sich immer wieder neu nach Gott auszustrecken und ihn unterwegs in kleinen Zeichen seiner Gegenwart zu finden.

 

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Wie wird man Tertiarschwester?

Menschen, die sich damit auseinandersetzen, ob sie zum Ordensleben oder in eine geistliche Gemeinschaft berufen sind, stehen oft vor vielen Fragen:

  • Wie finde ich heraus, ob diese Lebensform mir entspricht?
  • Kann ich mich auf ein solches Leben einlassen?
  • Was unterscheidet die Tertiarschwestern von anderen Ordensgemeinschaften?
  • Wie sieht der Tagesablauf im Kloster aus?

Wer ist meine Ansprechpartnerin? 

Wer sich die Frage stellt, ob sie zum Ordensleben berufen ist, kann sich gerne an uns wenden: info@tertiarschwestern.it